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VoIP – All-IP ( Fachbegriff: SIP-Trunking )

Vorteile – Techn. Probleme

Zu beachten ist, dass mit All-IP / SIP-Trunking einige, bisherige TK-Funktionen wegfallen!

 

1. VoIP = Sprachübertragung über EDV-Netze unter Verwendung des Internet-Protokolls!

 

IP-Telefonie ist eine Technik, die das Telefonieren über Computernetzwerke, welche nach Internet-Standards (IP für Internet-Protokoll ) aufgebaut sind ermöglicht. Dabei werden die für das Telefonieren typischen Informationen wie Sprache, Steuerinformationen und der Verbindungsaufbau über EDV-Netze ( z.B. Ethernet ) übertragen.

Sämtliche Dienste wie Festnetztelefonie, Fernsehen und Mobilfunk sowie UMS und UC-Funktionen sollen künftig mit VoIP-Technik über das sogenannte Next Generation Network, welches auf dem Internet Protokoll (IP) basiert übertragen werden.

 

Die Telefonanwender können innerhalb von IP-TK-Systemen z.B. Computer, VoIP-fähige Telefonendgeräte, sogen. Soft-Clients mit CTI- / CSTA-Funktionen, oder mit klassischen Telefone über spezielle Adaptersysteme, zur Sprachübertragung verwenden.

 

Die herkömmliche ISDN-Technik und die ältere analoge Telefontechnik sowie die bisherigen Amtsanschlüsse ( analog a/b - ISDN S0 und ISDN PMX ) sollen in absehbarer Zeit vollständig durch IP-Technik ( SIP-Trunking ) ersetzt werden.

 

An dieser neuen Technik ( VoIP und SIP-Trunking ) wird in den nächsten Jahren niemand vorbeikommen, da die Umstellungen bei den Netzbetreibern in Europa bereits im Gange sind und neue Entwicklungen i.d.R. auch nicht mehr rückgängig zu machen sind.

 

Zielsetzung ist die Kostenreduzierung durch ein einheitliches Netz für alle Dienste, dies insbesondere bei den öffentlichen Netzbetreibern. Aufgrund der langen Nutzungsdauer der bisherigen, klassischen Telefonsysteme und der hohen Kosten für eine Umstellung auf reine IP-Telefonie, wird der Wechsel von ISDN-Telefonanlagen zu IP-Technik oft als gleitender Übergang realisiert, indem bisherige TK-Systeme und die IP-Technik parallel in Form einer sanften Migration genutzt werden, oder es werden sogen. Hybrid-TK-System beschafft.

 

Hybrid-TK-Systeme bieten sinnvolle Lösungen, da diese mit den bisherigen Schnittstellen, analog, digital TDM mit UP0, ISDN-intern, IP-Anschlüssen und zum öffentlichen Netz mit ISDN und SIP-Trunks arbeiten können. Damit ist ein schrittweiser Wechsel zur vollständigen IP-TK-Systemtechnik sowie auch zum öffentlichen TK-Netz nach Bedarf möglich.

 

Hier besteht allerdings erheblicher Klärungsbedarf zur Verbindung der beiden Technologien (z.B. mit VoIP-Gateways ) und die Notwendigkeit einer konkreten, neutralen Planung unter Berücksichtigung der techn. Anforderungen und Möglichkeiten sowie der Kosten.

 

Bei der Konzeption und Realisierung solch komplexer Projekt unterstützen wir Sie mit kompetenten Beratungsleistungen und mit unserer langjährigen Projekterfahrung.

 

 

2. SIP-Trunking  --  All-IP bei der deutschen Telekom genannt

 

SIP-Trunking ( All-IP Bezeichnung der Deutschen Telekom ) soll die bisherigen analogen und ISDN-Amtsanschlüsse ersetzen. Nach den Veröffentlichungen der Deutschen Telekom soll bis ca. 2018 ein großer Teil der Telefonanschlüsse auf All-IP umgestellt werden. Für Firmen mit großen TK-Systemen, die einen oder mehrere Primärmultiplexanschlüsse nutzen besteht aber noch einiger Klärungsbedarf bei der Technik, den Leistungen, Terminen und den endgültigen Kosten.

 

 

3. Was ist z.B. bei der Planung von  All-IP  --  SIP-Trunking  u.a. zu klären?

 

  • Anzahl der gleichzeitig erforderlichen, nutzbaren Amtskanäle
  • Parallelbetrieb mit vorhanden ISDN-Primärmultiplexanschlüssen
  • Harmonisierung und Zentralisierung Ihres Rufnummernplans
  • Überprüfung der Netzwerk-Voraussetzungen in Bezug auf „Quality of Service“
  • Einsatz von QoS ist dringend empfohlen
  • Anforderungen an Bandbreite und Routing innerhalb Ihres LAN/WAN-Netzwerkes
  • Eventuell notwendige Softwareupgrades der vorhandenen EDV-NETZ-Technik
  • Klärung der technischen Anschaltung von SIP Trunks
  • Implementierung sicherer SIP-Infrastruktur mit ( SBC) Session Border Controller/Firewall zur dynamischen
    Portverwaltung und Port Security)
  • Investitions-Schutz hat hier eine sehr hohe Priorität!

 

 

4. Wegfallende Sonderfunktionen bei TK-Systemen mit SIP-Trunking als Amtszugang

 

  • ISDN Modems für Brandmelde-, Steuerung- und Notrufsysteme
  • ISDN Datenbackup für Industriesysteme - Steuerungen
  • ISDN Anschaltungen für Home Office-Arbeitsplätze
  • ISDN-Not-Signalisierung von Steuerinformationen für abgesetzte TK-Baugruppenrahmen
  • ISDN S0 und S2M Videokonferenzsysteme mehr möglich
  • ISDN S0 Teilnehmer für ISDN-PC-Karten
  • ISDN-EC-Cash, kein Fax G4
  • ISDN-Alarm- und Wählgeräte, Brandmeldeanlagen über Amt zu externen Zielen
  • Kein Aufzug/Notruf mit analogen und ISDN-Anschlüssen über Amt nach Extern
  • keine Analog-Modems ( z.B. für Maschinendatenerfassung/-Steuerung)
  • kein ISDN S0-Backup Router für Datenstrecken“ (z.B. bei abgelegenen Standorte)
  • keine ISDN Home Arbeitsplätze
  • keine Clip-Funktionen ( Rufnummernanzeige im Telefon )
  • keine Zifferneingabe zur Lenkung für ( wählen Sie 1 für XX  --  2 für XY  - -  3 für XYZ )
  • keine „Gebührenimpuls-Anzeige“ (z.B. Hotel / Krankenhaus / Dienstleister )
  •  keine Sonderfunktionen: „Fangen“ Erkennung der Rufnummer des Anrufers
  • keine DISA (assoziierte Wahl und Sonderfunktionen)

 

Auch folgende Funktionen sollten genau geprüft werden

  • Ziffernvoreinstellung bei TK-Systemen
  • Nachwahl (Kennzahlen/Ziffernrouting) – max. 15 Stellen international
  • Rufnummernportierung Carrier (Durchwahl 2-4stellig)
  • DTMF B-Kanal Signal bei Sprachdialogsystemen (z.B. MFV Weiche im CallCenter) usw.
  • Folgende Funktionen sollten genau geprüft werden
  • Ziffernvoreinstellung bei TK-Systemen
  • Nachwahl (Kennzahlen/Ziffernrouting) – max. 15 Stellen international

 

 

5. Weitere Problemfälle durch Wegfall von Funktionen Bei SUIP-Trunking sind u.a.:

  • Leitstellen bei Polizei, Feuerwehr, Kliniken
  • Notrufsysteme bei Pflegeheimen und Kranken-Notfalldiensten
  • Pegelmessstellen zur Hochwasserwarnung
  • Notrufsäulen an der Autobahn
  • Zählerstands-Fernauslesung
  • Arztabrechnungs-Systeme
  • Zeiterfassungs- und Zugangskontrollsystemen
  • Münztelefone ( selten aber noch vorhanden )
  • Frankiermaschinen, Küchen-Großgeräte
  • u.v.a.m.

 

Die o.g. Sonderdienste sind zwar an Telefonanschlüssen der Telekom erlaubt, jedoch ist die Deutsche Telekom gemäß Ihren Anschlussverträgen i.d.R. nicht verpflichtet, die Funktionen von Sonderdiensten aufrecht zu erhalten oder dauerhaft zu gewährleisten, da diese Dienste und deren Betrieb nicht zum Leistungsumfang der Telekom gehören und die Verantwortung dafür somit beim Anwender selbst und beim Anbieter des Sonderdienstes liegt.

 

Jedes der vorstehenden dieser Themen spielte in der Vergangenheit und auch heute noch eine wichtige Rolle in der TK-Infrastruktur von Firmen, Kliniken und Verwaltungen!

 

Für die vorstehenden Fälle wird es auch unter All-IP / SIP-Trunking neue Lösungsansätze geben, die aber heute noch nicht vollständig verfügbar sind und auch noch nicht von allen Firmen unterstützt werden, da die üblichen Telefonanschaltungen bisher Standard waren.

 

Besonders bei dieser neuen Technik ist eine detaillierte Planung und Kostenermittlung von besonderer Wichtigkeit, da hier einige, bei der bisherigen Telefontechnik nicht benötigte EDV-Komponenten und Leistungsnetze benötigt kommen.

 

Lassen Sie uns gemeinsam als erstes einen Blick auf Ihre bestehende TK-Infrastruktur, Ihre ggf. bestehenden Standort-Vernetzungen, vorhandene Endgeräte und den genutzten Leistungsumfang Ihrer TK-Systeme und Server werfen um die Ausgangslage in einer IST-Analyse konkret zu ermitteln.

 

Gemeinsam eruieren wir anschließend Ihre unternehmensspezifischen Anforderungen im Hinblick auf VoiP-Technik und auf eine SIP Trunking-Amtsanbindung, u.a. im Parallelbetrieb mit den vorhandenen ISDN-Amtsköpfen, zur Sicherheit bei Ausfall der neuen Technologie.

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